Cumulative Flow Diagram auf einen Blick
- Was?
- Flächendiagramm aller Prozessschritte über die Zeit
- X-Achse
- Zeit (Tage, Wochen)
- Y-Achse
- Anzahl der Aufgaben (kumuliert)
- Lesen
- Gleichmäßige Bänder = gesunder Flow, dickere Bänder = Engpass
Wie liest du ein CFD?
Ein CFD stapelt farbige Flächen übereinander — jede Farbe steht für einen Prozessschritt. Die unterste Fläche zeigt „Done", darüber kommen „Review", „In Arbeit" und „Backlog". Der vertikale Abstand zwischen zwei Linien zeigt, wie viele Items sich gerade in diesem Schritt befinden.
Der horizontale Abstand zwischen der „Eingang"-Linie und der „Done"-Linie zeigt die Lead Time. Je näher die Linien beieinander liegen, desto schneller fließt die Arbeit durch dein System.
Welche Muster solltest du erkennen?
- Gleichmäßig parallele Bänder: Gesunder Flow. Arbeit kommt rein und geht raus im gleichen Tempo.
- Auseinandergehende Bänder: Es kommt mehr rein als raus. Dein Backlog wächst — du brauchst strengere WIP-Limits oder weniger Input.
- Eine Fläche wird dicker: Engpass in diesem Schritt. Zum Beispiel: Die Review-Fläche wächst, weil Code-Reviews zu lange dauern.
- Stufen in der Done-Linie: Arbeit wird in Schüben fertig statt kontinuierlich — möglicherweise wartet das Team auf externe Freigaben.
Wie erstellst du ein CFD?
Die meisten digitalen Kanban-Tools (Jira, Kanbanize, SwiftKanban) generieren CFDs automatisch. Bei einem physischen Board zählst du einmal pro Tag die Karten in jeder Spalte und trägst die Zahlen in eine Tabelle ein. Ein einfaches Spreadsheet reicht für den Anfang.
Schau mindestens einmal pro Woche auf dein CFD. Es erzählt dir die Geschichte deines Workflows — ehrlicher als jedes Statusmeeting.