Einführung auf einen Blick
- Dauer
- Erstes Board in 30 Minuten, Routine in 2-4 Wochen
- Schritte
- 5 Schritte: Workflow → Board → WIP → Regeln → Verbessern
- Voraussetzung
- Ein Team, ein Whiteboard (oder Tool), Offenheit
- Tipp
- Starte mit einem Pilotteam, nicht mit der ganzen Firma
Schritt 1: Wie machst du deinen Workflow sichtbar?
Setz dich mit deinem Team zusammen und zeichnet euren Arbeitsprozess auf. Welche Schritte durchläuft eine Aufgabe von „Idee" bis „Fertig"? Schreib jeden Schritt auf eine Karte. Die meisten Teams kommen auf 4-7 Schritte.
Schritt 2: Wie baust du dein erstes Board?
Jeder Workflow-Schritt wird zu einer Spalte. Nimm ein Whiteboard, Klebeband und Post-its — oder ein digitales Tool wie Trello oder Jira. Schreib alle aktuell laufenden Aufgaben auf Karten und platziere sie in der passenden Spalte.
Dieser Moment ist oft augenöffnend: Viele Teams sehen zum ersten Mal, wie viele Dinge tatsächlich gleichzeitig laufen.
Schritt 3: Wie setzt du WIP-Limits?
Starte mit einem einfachen Limit: Teamgröße mal 1,5 für die „In Arbeit"-Spalte. Ein Fünfer-Team beginnt mit 7 oder 8. Schreib das Limit oben in die Spalte. Wenn es erreicht ist, darf keine neue Karte rein — erst muss etwas fertig werden.
Schritt 4: Welche Regeln braucht dein Team?
Vereinbart einfache Spielregeln: Wann zieht jemand eine neue Karte? Was bedeutet „Done"? Wann trefft ihr euch kurz am Board? Ein tägliches 10-Minuten-Standup reicht für den Anfang.
Schritt 5: Wie verbesserst du kontinuierlich?
Nach zwei Wochen setzt ihr euch zusammen: Was fließt gut? Wo staut es sich? Passt die WIP-Limits an, ergänzt eine Spalte oder streicht eine. Kanban lebt von kleinen Anpassungen — das ist der evolutionäre Kern der Methode.
Tipp: Messt eure Cycle Time von Anfang an. So seht ihr in vier Wochen schwarz auf weiß, ob sich euer Flow verbessert hat.