Methode vs. Board auf einen Blick
- Board
- Ein Visualisierungstool — Spalten, Karten, fertig
- Methode
- 6 Prinzipien + 6 Kernpraktiken + Feedback-Schleifen
- Häufiger Fehler
- Board nutzen, aber WIP-Limits und Metriken ignorieren
- Pointe
- Das Board ist nur eine von sechs Kernpraktiken
Was unterscheidet Methode und Board?
Das Kanban-Board ist ein Werkzeug. Du klebst Spalten auf ein Whiteboard, schreibst Aufgaben auf Karten und schiebst sie von links nach rechts. Nützlich? Absolut. Aber das ist ungefähr so, als würdest du sagen „Ich mache Scrum", weil du ein Daily Standup hast.
Die Kanban-Methode ist ein vollständiges System für Change Management. Sie umfasst Prinzipien (wie du Veränderung angehst), Kernpraktiken (was du konkret tust) und Feedback-Mechanismen (wie du lernst und verbesserst).
Welche sechs Kernpraktiken gehören zur Methode?
- Visualisiere den Workflow: Das Board — aber richtig. Nicht nur To-Do/Doing/Done, sondern deinen tatsächlichen Prozess.
- Begrenze den Work in Progress: WIP-Limits für jede Spalte. Ohne sie fehlt der Kern.
- Manage den Flow: Beobachte, wie Arbeit fließt. Identifiziere Engpässe, bevor sie zum Problem werden.
- Mache Regeln explizit: Was bedeutet „Done"? Wann zieht jemand eine neue Karte? Schreib es auf.
- Implementiere Feedback-Schleifen: Standups, Retrospektiven, Service-Delivery-Reviews — regelmäßig und strukturiert.
- Verbessere gemeinsam, entwickle experimentell: Probiere Änderungen aus, messe das Ergebnis, behalte, was funktioniert.
Macht dein Team wirklich Kanban?
Ehrlichkeitstest: Habt ihr WIP-Limits? Messt ihr Lead Time? Trefft ihr euch regelmäßig, um den Flow zu besprechen? Wenn du dreimal „Nein" sagst, nutzt ihr ein Board — aber nicht die Kanban-Methode. Und das ist okay als Start. Aber das Potenzial liegt in der vollständigen Methode.