Metriken auf einen Blick
- Lead Time
- Zeit von Anfrage bis Auslieferung (inkl. Wartezeit)
- Cycle Time
- Zeit von Arbeitsbeginn bis Fertigstellung
- Throughput
- Anzahl fertiggestellter Items pro Zeitraum
- Ziel
- Lead Time verkürzen, Throughput stabilisieren
Was ist der Unterschied zwischen Lead Time und Cycle Time?
Lead Time misst die gesamte Zeit, die eine Aufgabe im System verbringt — vom Moment, in dem sie ins Backlog kommt, bis sie beim Kunden landet. Cycle Time misst nur die aktive Bearbeitungszeit. Der Unterschied ist die Wartezeit.
Beispiel: Ein Feature liegt drei Tage im Backlog, wird dann in zwei Tagen umgesetzt und in einem Tag reviewed. Lead Time = 6 Tage. Cycle Time = 3 Tage. Die Differenz zeigt dir, wie viel reine Wartezeit in deinem System steckt.
Was sagt der Throughput aus?
Throughput zählt, wie viele Aufgaben pro Woche (oder Sprint, oder Monat) fertig werden. Er ist das Pendant zur Velocity in Scrum — nur ohne Schätzungen und Story Points. Du zählst einfach, was „Done" erreicht hat.
Ein stabiler Throughput ist ein Zeichen für einen gesunden Workflow. Schwankt er stark, lohnt es sich, die Ursachen zu untersuchen: Zu viele Blocker? Wechselnde Teamgröße? Unklare Anforderungen?
Wie nutzt du Metriken für bessere Prognosen?
Wenn du weißt, dass dein Team im Schnitt acht Items pro Woche fertigstellt und gerade 24 Items im Backlog stehen, kannst du eine einfache Prognose machen: drei Wochen. Keine Schätzpoker-Runde nötig.
Wichtig: Metriken sind Werkzeuge, keine Peitsche. Nutze sie, um Engpässe zu finden — nicht, um das Team unter Druck zu setzen. Ein Team, das seine Zahlen versteht, verbessert sich von allein.