Serviceklassen auf einen Blick
- Was?
- Kategorien für unterschiedliche Dringlichkeiten
- Standard
- 4 Klassen: Expedite, Fixed Date, Standard, Intangible
- Vorteil
- Klare Regeln statt Bauchgefühl bei Priorisierung
- WIP-Impact
- Jede Klasse kann eigene WIP-Limits haben
Welche vier Serviceklassen gibt es?
David Anderson definiert vier Standard-Serviceklassen, die die meisten Teams abdecken. Du kannst sie anpassen — aber starte mit diesen vier.
- Expedite: Notfälle, die sofort bearbeitet werden müssen. Alles andere wartet. WIP-Limit: 1. Wenn mehr als ein Expedite-Item reinkommt, hast du ein systemisches Problem.
- Fixed Date: Aufgaben mit festem Termin — Messe-Launch, Vertragsdeadline, Regulierung. Starte früh genug, damit du nicht in Panik gerätst.
- Standard: Dein Alltagsgeschäft. Features, Verbesserungen, normale Anfragen. Werden der Reihe nach abgearbeitet (FIFO).
- Intangible: Wichtig, aber nicht dringend. Technische Schulden, Refactoring, Dokumentation. Fülle damit Lücken im Flow.
Welche Regeln gelten für jede Klasse?
Jede Klasse hat ihre eigene Behandlung. Expedite überspringt die Warteschlange. Fixed Date wird rückwärts geplant. Standard folgt dem Pull-Prinzip. Intangible füllt Kapazitätslücken.
Wichtig: Die Klasse wird beim Erstellen der Karte festgelegt — nicht nachträglich hochgestuft, weil jemand laut schreit. Sonst verliert das System seinen Wert.
Wie führst du Serviceklassen ein?
Starte mit zwei Klassen: Expedite und Standard. Das reicht für den Anfang. Sobald dein Team den Unterschied verinnerlicht hat, ergänze Fixed Date und Intangible. Markiere die Klassen farblich auf dem Board — rot für Expedite, gelb für Fixed Date, weiß für Standard, grau für Intangible.