Was ist Kanban? Weniger gleichzeitig, mehr geschafft
Kennst du das Gefühl, an fünf Dingen gleichzeitig zu arbeiten und bei keiner richtig voranzukommen? Kanban setzt genau hier an. Die Idee ist simpel: Alle Aufgaben kommen auf ein Board, jede Spalte zeigt einen Arbeitsschritt — und eine klare Regel begrenzt, wie viel gleichzeitig laufen darf. So entsteht Fluss statt Stau.
Kanban auf einen Blick
Was?
Methode zur Visualisierung und Steuerung von Arbeit
Kernidee
Arbeit sichtbar machen, Engpässe erkennen, Flow verbessern
WIP-Limit
Begrenzt gleichzeitig laufende Aufgaben
Ursprung
Toyota Production System (1950er), Software-Kanban seit 2007
Was ist das Grundprinzip von Kanban?
Kanban basiert auf einem einzigen, radikal einfachen Prinzip: Mach sichtbar, woran du arbeitest — und begrenze, wie viel gleichzeitig laufen darf.
Dafür brauchst du zunächst nur ein Kanban Board — physisch mit Post-its oder digital. Jede Aufgabe wandert als Karte von links nach rechts durch die Spalten: „Zu tun", „In Arbeit", „Fertig". Klingt trivial? Ist es — und genau darin liegt die Kraft.
Der zweite Baustein sind WIP-Limits: Du begrenzt, wie viele Aufgaben gleichzeitig in einer Spalte sein dürfen. Wenn das Limit erreicht ist, darf nichts Neues anfangen, bis etwas Bestehendes fertig wird. Das erzwingt Fokus und macht Engpässe sofort sichtbar.
Wie unterscheidet sich Kanban von Scrum?
Die wichtigste Unterscheidung: Scrum gibt einen festen Rahmen vor (Rollen, Sprints, Events). Kanban sagt: Fang mit dem an, was du jetzt hast — und verbessere schrittweise.
Keine Sprints: Kanban arbeitet im kontinuierlichen Fluss. Aufgaben werden fertig, wenn sie fertig sind — nicht am Sprint-Ende.
Keine festen Rollen: Es gibt keinen Product Owner oder Scrum Master. Die bestehende Teamstruktur bleibt.
Weniger Regeln: Kanban hat sechs Grundprinzipien, aber kein starres Framework wie Scrum.
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