Sprint Planning auf einen Blick
- Was?
- Planungsmeeting zu Beginn jedes Sprints
- Wer?
- Gesamtes Scrum-Team (PO, SM, Entwicklungsteam)
- Dauer
- Max. 8 Stunden bei 4-Wochen-Sprint (kürzer bei kürzeren Sprints)
- Ergebnis
- Sprint Backlog + Sprint-Ziel
Wie läuft ein Sprint Planning ab?
Das Sprint Planning besteht aus zwei Teilen, die oft fließend ineinander übergehen:
Teil 1 — WAS wird umgesetzt?
Der Product Owner stellt die wichtigsten Einträge aus dem Product Backlog vor. Das Team diskutiert, klärt Fragen und schätzt den Aufwand ein. Gemeinsam einigen sie sich auf ein Sprint-Ziel — das übergeordnete Ergebnis, das am Sprint-Ende stehen soll.
Teil 2 — WIE wird es umgesetzt?
Das Entwicklungsteam zerlegt die ausgewählten Backlog-Einträge in konkrete Aufgaben (Tasks). Das Ergebnis ist das Sprint Backlog — der Arbeitsplan für die nächsten ein bis vier Wochen.
Warum ist das Sprint-Ziel so wichtig?
Das Sprint-Ziel ist kein Nice-to-have — es ist der Nordstern des Sprints. Wenn mitten im Sprint eine unvorhergesehene Aufgabe auftaucht, hilft das Sprint-Ziel bei der Entscheidung: Bringt uns das näher ans Ziel? Dann rein. Wenn nicht? Dann ins Backlog für den nächsten Sprint.
Ein gutes Sprint-Ziel ist konkret und ergebnisorientiert: Nicht „An Feature X arbeiten", sondern „Nutzer können sich erstmals über die App registrieren".
Praxistipps für bessere Sprint Plannings
- Backlog vorher aufräumen: Das Refinement sollte VOR dem Planning passieren. Wenn erst im Planning grundsätzliche Fragen zu Backlog-Einträgen aufkommen, dauert alles doppelt so lang.
- Timebox einhalten: Für einen 2-Wochen-Sprint sollte das Planning nicht länger als 4 Stunden dauern. Wenn es regelmäßig länger wird, stimmt etwas mit dem Backlog nicht.
- Nicht overcommitten: Teams neigen dazu, sich zu viel vorzunehmen. Lieber etwas weniger planen und dann nachziehen als am Sprint-Ende mit halbfertiger Arbeit dazustehen.
- Sprint-Ziel visualisieren: Schreib das Sprint-Ziel groß an die Wand (oder ins digitale Board). Es sollte jederzeit sichtbar sein.