Customer Journey Map auf einen Blick
- Was?
- Visuelle Darstellung der gesamten Nutzererfahrung
- Elemente
- Phasen, Touchpoints, Emotionen, Pains, Opportunities
- Basis
- Persona + Nutzerinterviews + Beobachtungen
- Dauer
- 1-2 Stunden im Team-Workshop
Wie ist eine Customer Journey Map aufgebaut?
Eine Journey Map liest sich von links nach rechts — wie ein Zeitstrahl der Nutzererfahrung. Typische Ebenen:
- Phasen: Die großen Abschnitte der Nutzererfahrung (z.B. Entdecken, Abwägen, Kaufen, Nutzen, Empfehlen).
- Touchpoints: Konkrete Kontaktpunkte (Website besucht, Support angerufen, Produkt ausgepackt).
- Emotionskurve: Wie fühlt sich der Nutzer an jedem Punkt? Hoch (begeistert) oder tief (frustriert)?
- Pains: Schmerzpunkte, Frustrationen, Hürden an bestimmten Stellen der Reise.
- Opportunities: Chancen zur Verbesserung — oft genau dort, wo die Emotionskurve absackt.
Wie erstellst du eine Journey Map Schritt für Schritt?
Schritt 1: Wähle eine Persona und ein konkretes Szenario (z.B. „Anna sucht ein Projektmanagement-Tool für ihr Team").
Schritt 2: Definiere die Phasen der Reise. Fang grob an (3-5 Phasen) und verfeinere später.
Schritt 3: Sammle für jede Phase die Touchpoints — idealerweise auf Basis echter Nutzerdaten aus der Beobachten-Phase.
Schritt 4: Zeichne die Emotionskurve. Wo ist der Nutzer zufrieden, wo frustriert? Nutze echte Zitate aus Interviews als Belege.
Schritt 5: Markiere Pains und Opportunities. Genau an den Tiefpunkten der Emotionskurve liegen die größten Verbesserungschancen.
Was machst du mit den Erkenntnissen?
Die fertige Journey Map ist kein Wandschmuck — sie ist ein Entscheidungswerkzeug. Priorisiere die Opportunities nach Wirkung und Machbarkeit. Die Stellen, an denen die Emotionskurve am tiefsten ist und die am einfachsten zu verbessern sind, packst du als Erstes an.
In Kombination mit Scrum werden Opportunities zu User Stories: Jeder identifizierte Schmerzpunkt wird zu einem Backlog-Item, das im nächsten Sprint adressiert werden kann.