Persona auf einen Blick
- Was?
- Fiktiver Nutzer-Steckbrief auf Basis realer Daten
- Elemente
- Name, Foto, Demografie, Ziele, Frustrationen, Zitat
- Anzahl
- 2-4 Personas pro Projekt (nicht mehr!)
- Basis
- Nutzerinterviews und Beobachtungen, nicht Annahmen
Was gehört in eine gute Persona?
Eine Persona braucht genug Details, um sich real anzufühlen — aber nicht so viele, dass sie unübersichtlich wird. Diese Elemente gehören rein:
- Name und Bild: Ein menschlicher Name und ein Foto (Stockfoto reicht) machen die Persona greifbar.
- Demografie: Alter, Beruf, Lebenssituation — knapp halten, nur was für dein Projekt relevant ist.
- Ziele: Was will diese Person erreichen? Nicht abstrakt, sondern konkret: „Möchte abends noch Zeit für Sport haben."
- Frustrationen: Was steht im Weg? Was nervt? „Das Tool stürzt ständig ab" ist besser als „schlechte UX".
- Zitat: Ein echter oder aus Interviews abgeleiteter Satz, der die Persona auf den Punkt bringt.
Wie erstellst du eine Persona Schritt für Schritt?
Schritt 1: Nimm deine Empathy Maps und die Notizen aus den Nutzerinterviews. Suche nach Mustern: Welche Nutzer haben ähnliche Bedürfnisse, Ziele und Probleme?
Schritt 2: Gruppiere ähnliche Nutzer. Aus 8 Interviews entstehen typisch 2-3 Gruppen — jede wird eine Persona.
Schritt 3: Für jede Gruppe erstellst du einen Steckbrief. Nutze die häufigsten Aussagen und Beobachtungen. Die Persona soll ein Konzentrat der Gruppe sein, kein Durchschnitt.
Schritt 4: Gib der Persona einen Namen und häng sie an die Wand. Ab jetzt heißt es nicht mehr „Der Nutzer will …", sondern „Anna braucht …" — das macht einen Unterschied.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
Personas ohne Datenbasis: Eine Persona, die auf Annahmen basiert, ist ein Phantasiebild. Sprich erst mit echten Nutzern, bevor du eine Persona erstellst.
Zu viele Personas: Mehr als vier Personas kann sich kein Team merken. Fokussiere dich auf die 2-3 wichtigsten Nutzergruppen.
Zu detailliert: „Anna fährt einen roten Fiat, hört Podcasts über True Crime und hat eine Katze namens Muffin" — nette Details, aber für das Projekt irrelevant. Nur aufnehmen, was das Design beeinflusst.