Daily Scrum auf einen Blick
- Was?
- Tägliches Synchronisations-Meeting
- Wer?
- Entwicklungsteam (SM moderiert bei Bedarf)
- Dauer
- Max. 15 Minuten — strikt
- Format
- Im Stehen (Standup), gleiche Zeit, gleicher Ort
Die drei klassischen Fragen
Das Format ist denkbar einfach. Jedes Teammitglied beantwortet drei Fragen:
- Was habe ich seit gestern geschafft?
- Was werde ich heute tun?
- Gibt es Hindernisse, die mich blockieren?
Das war es. Keine Diskussionen, keine Lösungsfindung, keine Grundsatzdebatten. Wenn ein Thema vertieft werden muss, wird es nach dem Daily besprochen — nur mit den Beteiligten, nicht mit dem ganzen Team.
Wenn das Daily zum Zeitfresser wird
Das Daily soll helfen, nicht nerven. Häufige Probleme:
- Statusbericht für den Chef: Wenn Teammitglieder nicht zueinander sprechen, sondern zum Scrum Master oder Manager, läuft etwas schief. Das Daily gehört dem Team.
- Problem-Solving im Daily: „Lass uns das jetzt gleich klären" — und schon sind 45 Minuten rum. Lösung: Parkplatz-Liste für Themen, die nach dem Daily besprochen werden.
- Monologe: Wenn eine Person 10 Minuten redet, hören alle anderen ab Minute 2 nicht mehr zu. Strikt pro Person 1-2 Minuten.
- Erzwungenes Stehen: Im Stehen zu stehen macht das Meeting nicht besser. Es soll kurz sein — ob sitzend oder stehend.
Daily Scrum im Remote-Team
Remote-Dailys funktionieren, wenn ein paar Regeln stehen: Kamera an (schafft Verbindlichkeit), feste Uhrzeit (nicht verschieben, auch wenn „nur" einer fehlt), und ein geteiltes Board, auf dem jeder sieht, woran gearbeitet wird.
Manche Remote-Teams ersetzen das synchrone Daily durch asynchrone Updates (z.B. in Slack oder Notion). Das kann funktionieren — aber nur, wenn das Team diszipliniert genug ist, die Updates tatsächlich zu lesen und darauf zu reagieren.