Storyboard auf einen Blick
- Was?
- Visuell erzählte Nutzererfahrung in 6-8 Szenen
- Einsatz
- Zwischen Ideenfindung und Prototyping
- Material
- Papier, Stifte, Post-its — keine Designsoftware nötig
- Vorteil
- Macht abstrakte Konzepte greifbar und testbar
Wie ist ein Storyboard aufgebaut?
Ein gutes Storyboard hat den gleichen Aufbau wie eine gute Geschichte: einen Anfang (der Nutzer hat ein Problem), eine Mitte (der Nutzer entdeckt und nutzt die Lösung) und ein Ende (das Problem ist gelöst, der Nutzer ist zufriedener).
Jede Szene enthält eine einfache Zeichnung (Strichmännchen reichen), eine kurze Beschreibung der Situation und optional ein Nutzer-Zitat oder eine Emotion. Denke wie ein Comiczeichner: Zeige, erzähle nicht.
Wie erstellst du ein Storyboard?
- Wähle deine Persona: Das Storyboard erzählt die Geschichte aus der Sicht eines konkreten Nutzers.
- Definiere Start und Ende: Wo beginnt die Geschichte (Problem) und wo endet sie (Lösung)? Diese zwei Punkte stehen fest.
- Fülle die Mitte: Was passiert dazwischen? Wie entdeckt der Nutzer die Lösung? Wie fühlt er sich dabei? 4-6 Zwischenschritte reichen.
- Skizziere schnell: 30 Minuten für das gesamte Storyboard. Perfektion ist der Feind — es geht um die Geschichte, nicht um die Zeichenkunst.
Warum lohnt sich der Aufwand?
Ein Storyboard zwingt dich, die gesamte Nutzererfahrung zu durchdenken — nicht nur die Features. Oft entdeckst du dabei Lücken: „Moment, wie findet Anna überhaupt unsere Lösung?" oder „Was passiert, wenn der erste Schritt nicht klappt?"
Außerdem ist ein Storyboard das perfekte Kommunikationswerkzeug: Stakeholdern, die keine Wireframes lesen können, erzählst du mit einem Storyboard in zwei Minuten, worum es geht. Und es bildet die ideale Grundlage für den nächsten Schritt — den Prototyp.
Profi-Tipp: Nutze das Storyboard auch als Testskript. Zeige es einem Nutzer und frag: „Erkennst du dich wieder? Ist das eine Situation, die du erlebst?" So testest du dein Konzept, noch bevor du einen Prototyp baust.